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Die WDCS, Whale and Dolphin Conservation Society, stellte zusammen mit der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, auf einer Pressekonferenz die neue, umfassende Broschüre "Walbeobachtung in Europa. Ratgeber für die besten Möglichkeiten zur Beobachtung von Walen und Delfinen in europäischen Gewässern" vor.
Die von dem Wal-Experten Erich Hoyt verfasste Broschüre informiert über die ganze Bandbreite der Walbeobachtung in 14 europäischen Staaten zu Wasser und vom Land aus. Der Schwerpunkt des Ratgebers liegt dabei auf den Angeboten einer umwelt- und tiergerechten Wal- und Delfinbeobachtung.
Etwa 36 Wal- und Delfinarten leben in europäischen Gewässern. Organisierte Touren zu ihnen begannen in Europa 1980 vor Gibraltar. Es folgte ein rasanter Aufstieg dieses Tourismuszweiges. Der Ratgeber weist Wege zu einer für Tier und Mensch verträglichen Vorgehensweise und führt quer über den Kontinent von Grönland nach Malta und von den Kanaren nach Griechenland.
Island hat in Husavik ein bemerkenswertes Walzentrum, Norwegen weist ganz im Norden arktische Walbeobachtungsunternehmen auf, und in Italien führen Walforschungsreisen ins ligurische Walschutzgebiet.
Bundesministerin Künast: "Wer je eine Walbeobachtungstour gemacht hat, wird sie nicht vergessen. Das beglückende Gefühl der Einheit von Mensch und Natur, die Begegnung so unterschiedlicher Kreaturen ist einfach überwältigend. Ich kann deshalb nur jedem raten, sich dieses Erlebnis zu gönnen. Ich bin der WDCS außerordentlich dankbar, dass sie sich der Walbeobachtung in besonderem Maße angenommen hat."
Wal- und Delfinbeobachtung meint jegliche Unternehmung mit dem Boot, aus der Luft oder von Land, die das Ziel hat, Wale oder Delfine zu sehen oder zu hören. Die europäische Walbeobachtung ist jung: organisierte Touren begannen erst 1980 zur Delfinbeobachtung vor Gibraltar. In den späten Achtzigern begannen dann in Italien, Norwegen und auf den Azoren einige EnthusiastInnen, auch Großwale in ihrer Umgebung zu beobachten. Seither wuchs der Walbeobachtungstourismus in Europa kontinuierlich an und wurde in einigen Ländern wie in Island oder auf den Kanarischen Inseln Spaniens ein großer, wirtschaftlich unverzichtbarer Zweig des Tourismus.
Etwa 36 Wal- und Delfinarten leben in oder ziehen durch europäische Gewässer: vom größten Wal, dem Blauwal, bis zu einem der kleinsten, dem Schweinswal. Finn- und Pottwale leben im europäischen Atlantik, aber auch im Mittelmeer, ebenso der Nördliche Zwergwal. Schnabelwale, Narwale, Belugas, Große Tümmler, Fleckendelfine, Streifendelfine, Rundkopfdelfine, Grindwale usw. - die europäischen Gewässer sind ein wahres Paradies für Natur- und TierbeobachterInnen. Der Ratgeber listet alle europäischen Arten samt ihren Verbreitungsge-bieten auf. Die beste Walbeobachtungszeit in Europa ist der Sommer, je nach Wetterlage von Mai an bis in den Oktober hinein. Ziel des Ratgebers: Die Förderung qualitativ hochwertiger Walbeobachtung in Europa
Der Walbeobachtungsratgeber ist kostenlos erhältlich bei der WDCS Deutschland, info.de@wdcs.org, www.walbeobachtung.de
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