Wilderei für Luxus-Schals:
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Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds), der auch ein Büro in Peking unterhält, bekämpft die Wilderei in China seit Jahren. So lieferte er Ausrüstung für Anti-Wilderer-Einheiten und organisierte internationale Konferenzen und Aufkä-rungsprogramme. In Indien, wo die Wolle verarbeitet wird, kooperiert er mit dem WTI (Wildlife Trust of India). China verfolgt die Wilderei unerbittlich und bestraft sie äußerst hart. Für die Tibetantilope ist es trotzdem fünf vor zwölf. Von dieser Art, die auf den entlegenen, kargen Hochplateaus Zentral-asiens in einer Durch-schnittshöhe von 4.000 Meter und bei einer mittleren Temperatur von minus 4 Grad weidet, gab es einst große Herden. Schätzungen gehen bis zu 1,5 Millionen Tieren. Infolge der jahrzehntelangen Wilderei wird der Bestand zur Zeit auf nur noch 50.000 geschätzt. Shahtoosh - das Wort kommt aus dem Persischen und bedeutet "König der Wolle" - ist die feinste und teuerste Wolle, die es gibt. Sie wird aus dem Bauchhaar der Tibetantilope gewonnen. Shahtoosh-Schals sind federleicht und trotzdem groß: für Damen mindestens 1x2 Meter. Eine Mitarbeiterin von IFAW China: "Shahtoosh ist nicht ein Schal, es ist ein Leichentuch." Die jetzt in Nordindien beschlagnahmte Partie Shahtoosh wurde auf einem Lastwagen entdeckt. Drei Männer wurden verhaftet. Sie waren auf dem Weg nach Jammu und Kaschmir. Shahtoosh-Schals dürfen nicht verwechselt werden mit - legalen - Pashmina-Schals. Ulli Schnapauff |
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